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1. Dezember 2011:
Das Fenster ist wieder da!

Glasfenster in der ALten Jugendherberge, WarsteinEine Besonderheit der Alten Jugendherberge im Bilsteintal stellt das Glasfenster in der Eingangshalle dar. Dieses Fenster aus der Düsseldorfer Werkstatt Wunderwald zeigt die Alte Kirche auf dem Warsteiner Stadtberg, zentral ein Eisernes Kreuz, das von zwei jugendlichen Wanderer (übrigens nach lebenden Modellen gestaltet) flankiert wird. Unter dem Eisernen Kreuz befindet sich eine Namenliste. Hier sind die im Ersten Weltkrieg gefallenen Mitglieder des SGV-Ortsvereins Warstein aufgeführt.
Angeblich wurden im Nationalsozialismus unter dem Eisernen Kreuz Glasscheiben mit nationalsozialistischen Zeichen angebracht und dafür die Namenslisten-Scheiben entfernt. Nach dem Zweiten Weltkrieg seien dann die angeblich Hakenkreuze zeigenden Glasfelder entfernt und durch einfaches farbiges Glas ersetzt worden. So war einzig ein Name erhalten "Wilh. Bauer", der die alphabetisch geordnete Gefallenenliste einmal angeführt hatte, dessen Name sich direkt unter dem Eisernen Kreuz befindet.

Im Sommer 2008 wurde das Glasfenster ausgebaut. Der Warsteiner SGV unter der Federführung von Franz A. Roters hatte sich vorgenommen, das Fenster angemessen zu restaurieren. Um es vor weiteren Beschädigungen zu schützen, wurde es beim Glasmaler Klee in Soest eingelagert. Da es eine ganze Weile dauerte, die zur Restaurierung nötigen Spenden zusammen zu bekommen, war der Vorraum der Alten Jugendherberge nun über drei Jahre lang mit einfachem Glas ausgestattet worden.

Grundlage der Restaurierung waren alte Postkarten und Fotographien desVorraumes und des Fensters. Glücklicherweise fand sich in der Sammlung von Stefan Enste ein Photo, das das Fenster in seiner ursprünglichen Form zeigt. Wenngleich die gesamte Inschriftenfläche auf dem Abzug nicht einmal 2 cm hoch ist, mit einer Lupe sind die Namen und die Inschrift recht gut zu erkennen.
"Wilh. Bauer, Heinr. Bücker, Aug. Cramer, Karl Böck(?)-Kaiser, Dr. med. R. Scherenberg, Wilh. Vormann, Franz Wienecke. Seinen gefallenen Mitgliedern der Sauerl. Gebirgsverein Abtlg. Warstein 25. Juli 1926. 1914 - 1918"

Das so restaurierte und renovierte Fenster wurde am Donnerstag, dem 1. Dezember 2011 wieder in den Rahmen eingesetzt. Zwischendurch hatte es auch einmal Überlegungen gegeben, das Fenster an anderem Ort zu präsentieren. Selbst das Warsteiner Rathaus war dafür einmal im Gespräch. Letztlich kann es aber nur dort eingebaut werden, wo es herkommt und hingehört: In die Alte Jugendherberge im Bilsteintal. Seit dem Einsatz des Vereins Bilsteintal e.V. und dem Umzug der Höhlenkasse in die Alte Jugendherberge wird das Fenster an diesem Platz auch jährlich von vielen Tausend Besuchern beachtet werden.

Zum Schutz des Fensters ist außerdem außen eine Schutzverglasung vorgesetzt worden.

Der Verein Bilsteintal e.V. dankt Franz A. Roters ganz besonderns für seinen Einsatz zur Erhaltung und Restaurierung des wertvollen und besonderen Fensters, das zur Alten Jugendherberge und zum Bilsteintal dazu gehört.

Einbau des restaurierten Glasfensters

Einbau des renovierten Fensters durch Mitarbeiter der Glaserei Klee

Einbau des restaurierten Glasfensters

Einbau des restaurierten Glasfensters

Einbau des restaurierten Glasfensters

 


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